Die Oberach-Brücke wurde 1739 als Ersatz für eine Vorgängerin errichtet. Sie ist Teil eines alten Saumwegs von Rehetobel durch die Lobenschwendi in die Stadt St. Gallen. Eine zweite alte Route überquert die Goldach weiter unten bei der Achmüli mit einer Holzbrücke von 1701. Die Bauleitung für den Abbruch der alten und die Erstellung der heutigen Oberach-Brücke lag 1739 bei Zimmermeister Ulrich Grubenmann (1693–1753), ein Vetter zweiten Grads der berühmten Brückenbauer Grubenmann aus Teufen. Die Holzbrücke hat eine Fahrbahnlänge von 18,75 Metern, die Innenmasse betragen 2,2 Meter in der Breite und 2,77 Meter in der Höhe. Die Konstruktion ist ein klassisches dreiseitiges Hängewerk aus je zwei übereinander laufenden Balkenbahnen mit je zwei Hängepfosten an jeder Flanke. 1969 wurde die Brücke aus statischen Gründen für den Fahrzeugverkehr gesperrt. 2017/18 wurde die Brücke wieder mit Holzschindeln gedeckt.
Die alten Holzbrücken überqueren die Bäche häufig in der Nähe von Mühlen. Auch hier befand sich am Rehetobler Ufer lange Zeit eine Getreidemühle und Sägerei. Sie wurde 1831 zu einer Hammerschmiede, 1869 zu einer Zwirnerei umgebaut. Diese wurde um 1950 aufgegeben und die Gebäude später abgebrochen.
Nach der Eröffnung der heutigen Fahrstrasse verlor die Oberach-Brücke 1847 ihre Bedeutung. Der Kanton verkaufte sie an die Gemeinde Rehetobel. Die neue Strasse überquert die Goldach weiter unten im Klusgonten (Zweibrücken) nicht mehr mit einer Holzbrücke, sondern mit einer solchen aus Sandstein.