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Stein – die jüngste Gemeinde

Schlichte Kirche zur Gemeindegründung
Stein
© Lukas Unseld

Stein die jüngste Gemeinde

Stein ist die jüngste der zwanzig Ausserrhoder Gemeinden. Der an der Kulturspur gelegene Flurname «uf Stein» hat ihr den Namen gegeben, da zunächst hier der Bau der Kirche geplant war. Ungewöhnlich für Ausserrhoden ist, dass der kleine Dorfkern abseits der Hauptverkehrsader liegt, die erst 1858/59 als Teil des Grossprojektes «Mittellandstrasse» angelegt wurde. Das ehemals als untere Rhode zu Hundwil gehörende Gebiet erhielt 1749 eine eigene Kirche. Die schlichte Dorfkirche ist ein Werk der Teufner Baumeister Jakob und Hans Ulrich Grubenmann, die sich im Schlussstein über dem Hauptportal mit ihren Initialen (IGM HVGM) verewigt haben. Mit dem Bau der Kirche wurden die Leute von Stein eine eigenständige Kirchhöre oder Gemeinde. Auf ein eigenes Gemeindehaus und Siegel mussten die Steiner jedoch noch lange warten. Als Zeichen der einstigen Zugehörigkeit zu Hundwil waren die Steiner Behörden auf das dortige Rathaus angewiesen und hatten bis nach 1800 das alte Hundwiler Siegel zu gebrauchen. Im Umfeld der neu erbauten Kirche entstanden in-nert weniger Jahre das Pfarrhaus sowie Gewerbe-, Fabrikanten-und Wirtshäuser, die zwecks optimaler Besonnung allesamt südostwärts ausgerichtet sind. Vor rund 150 Jahren wurde es Mode, die getäferten Hauptfassaden dieser Wohnhäuser hell zu bemalen in Weiss-, Beige- oder Gelbtönen. Stein gehörte neben Gais, Speicher und Teufen zu den ersten Ausserrhoder Dörfern, die sich auf diese Weise farbig herausputzten.

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Stein

Stein

© Lukas Unseld
Stein Käserei

Stein Käserei

© Lukas Unseld
Stein

Stein

© Lukas Unseld