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Badeplatz Strom

Romantischster Badeplatz der Schweiz
Badeplatz Strom

Romantisch: Badeplatz Strom und Höchfall

936 erhielt Schwanenwirt Widmer die Erlaubnis, beim Badeplatz «Strom» alkoholfreie Getränke auszuschenken. Nach 1950 liessen zunehmende Gewässerverschmutzung und verbesserte Mobilität das Naturschwimmbad an der Sitter in Vergessenheit geraten. Mit dem Bau von Kläranlagen begann sich nach 1980 die Wasserqualität wieder zu bessern. 2006 reihte eine Schweizer Boulevardzeitung den «Strom» unter die acht romantischsten Badeplätze der Schweiz ein. Das bei der Einmündung des Rotbachs in die Sittergelegene Naturschwimmbecken bildet eine idyllische Szenerie. Auf den ersten Blick scheint der von rechtszufliessende Rotbach das Hauptgewässer zu sein. Dem ist aber nicht so. Der dürftige Pegel der Sitter erklärt sich aus ihrer Nutzung. Weiter oben, bei der Listbrücke, befindet sich eine Wasserfassung für das seit Oktober 1900 in Betrieb stehende Elektrizitätswerk Kubel bei St.Gallen. Seit 1906 leitet ein 6,5 km langer Stollen einen Teil des Sitterwassers vom List zum Gübsensee, von wo es auf die Turbinen des Kraftwerks strömt. Unmittelbar vor dem «Strom» durchbricht die Sitter mächtige Sandsteinschichten und wird dabei von sechs auf zwei Meter Breite verengt. Ihr starkes Gefälle in diesem Engnis bewirkte das Auskolken des tiefen Beckens. Die Eisenpfähle am linken Ufer sind Relikte einer Materialbahn, welche die nahe gelegene Strafanstalt Gmünden bis 1962 zur Kiesgewinnung einsetzte.

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© Lukas Unseld
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