Dank der blühenden Stickereiindustrie erlebte der Ostteil des Dorfs Rehetobel im frühen 20. Jahrhundert einen Bauboom. Ausgehend von einer Stickfabrik entstand ein Quartier, dessen Gebäude in unterschiedlicher Weise diesem Textilzweig dienten. Die fünf identischen Gebäude am Oberstädeliweg sind herausragende Beispiele für Stickerhäuser. Die hohen, gemauerten Sockelgeschosse bieten ausreichend Platz für Stickmaschinen. Die kompakten Wohngeschosse sind in Riegelkonstruktion errichtet. Eine Besonderheit ist die Dachform: ein Kreuzdach mit zwei auf gleicher Höhe liegenden Firsten. Dadurch entstehen vier gleichwertige Giebelfassaden.