Wir stehen am westlichen Rand der Wälder des Waldbauvereins Herisau. Er wurde 1836 aus einer Notlage heraus (Holzmangel) von einem Pfarrer gegründet. Der Verein kaufte Weideland und forstete es auf. Im 18. Jahrhundert hatte das starke Bevölkerungswachstum in Appenzell Ausserrhoden eine dramatische Abnahme der Wälder bewirkt. Die Bäume waren für den Hausbau, das Heizen und Backen, die industrielle Textilveredlung und zur Gewinnung von Weideland gefällt worden. Schutzbestimmungen wie in anderen Kantonen gab es nicht, da fast alle Wälder in Privatbesitz waren. Seit 2020 verpachtet der Waldbauverein seine Wälder an die Gemeinde Urnäsch.