Der Goldibach ist ein Wildbach. Bei schönem Wetter plätschert er vor sich hin, nach starken Regenfällen kann er bedrohlich anschwellen. So trat der Bach bei sintflutartigen Regenfällen in der Nacht vom 31. August auf den 1. September 2002 an mehreren Orten über die Ufer und riss Stützmauern weg, überflutete Keller und die Abwasserreinigungsanlage in der Wetti und beschädigte Uferböschungen. Fünfzehn Jahre später kam es erneut zu Hangrutschen und Überflutungen.
Das gut fünf Kilometer lange Gewässer entspringt im Gebiet Neppenegg auf einer Höhe von rund 1054 Metern über Meer und mündet kurz nach dem Freibad Teufen auf 768 m ü. M. in den Rotbach. Unterwegs nimmt er die Wässer mehrerer Seitenbäche auf. Seit 2006 fliesst kein Abwasser mehr in den Goldibach. Damals wurde die kleine Abwasserreinigungsanlage in der Wetti durch ein Pumpwerk ersetzt.
Bis ins frühe 20. Jahrhundert war der Goldibach, wie die meisten grösseren Bäche im Appenzellerland, ein ausgeprägter Mühlenbach. Seine Wasserkraft nutzten acht Betriebe mit Hilfe von Wasserrädern, in späterer Zeit auch mit Turbinen. So wurden Getreidekörner gemahlen, Baumstämme zersägt, Messer geschliffen, Garne gesponnen und gezwirnt, Stoffe gewalkt, Webmaschinen angetrieben und Papier hergestellt. Auch das 1933 erstellte Schwimmbad in der Göbsi erhielt sein Wasser anfänglich über einen unterirdischen Kanal vom Goldibach. Vor dem Einlass ins Schwimmbecken lief es durch einen Filter.