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Weberhöckli Steingasse

Letzte Zeugen der dominierenden Heimweberei

Generationen von Schülerinnen und Schülern mussten das schöne Motiv mit der schwierigen Perspektive zeichnen. Auch einige Künstler aus der Region waren vom pittoreskes Hausensemble angetan. Es liegt an der alten Landstrasse zur Tobelbrücke hinunter und weiter nach Wald. Es umfasst drei eindrückliche Vertreter des ausserrhodischen Haustyps des Weberhöckli – einfache Weberhäuser ohne Stallanbau und nur wenig Boden rund um das Haus. Die Gebäude wurden sensibel saniert und werden als heute Wohnhäuser genutzt, was die charakteristische Kulturlandschaft bewahren hilft.

Weberhöckli sind im Gegensatz zu den anderen alten Haustypen auch an schattigen und abschüssigen Lagen anzutreffen. Sie sind eindrückliche Zeugen aus der letzten Phase der einst dominierenden Heimweberei. Mit Qualitätsprodukten – dünne Mousselinen und dann vor allem Plattstichgewebe und Seidenbeuteltuch – vermochte die Handweberei noch bis ins frühe 20. Jahrhundert der aufkommenden Mechanisierung die Stirn zu bieten. Erbaut wurden die Höckli häufig von Fabrikanten, welche sie dann an Weberfamilien vermieteten. Gewoben wurde der Feuchtigkeit wegen im Keller. Ablesbar ist dies an den ebenerdigen Reihenfenstern, die das unentbehrliche Tageslicht an den Arbeitsplatz brachten.

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